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Lebendige Liebe

Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst...

Der erste ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Vielleicht hast Du einige Wochen damit verbracht, Dich für eine Rasse zu entscheiden. Du hast möglicherweise unzählige Meinungen verschiedener Tierärzte eingeholt oder lange gesucht, um einen Züchter zu finden. Oder, vielleicht hast Du Dich auch einfach in einem flüchtigen Moment für den dümmlich aussehenden Trottel im Schuppen entschieden - weil irgend etwas in seinen Augen Dein Herz berührt hat.

Aber wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen - und wenn Du das erste Mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift - dann durchdringt Dich ein Gefühl purer Liebe, dass Du durch die vielen Jahre die da kommen werden mit Dir tragen wirst.

Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich.

Aber für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen - und Alter sehen, wo Du einst Jugend sahst. Du wirst langsam überlegte Schritte sehen, wo Du einst Energie erblicktest. Und Du wirst Schlaf sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen - und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt.

Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt.

Und an diesem Tag - wenn sich Dein Freund und Gott gegen Dich entschieden haben, dann wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst - zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich verlassen wird - Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht.

Wenn Du weise bist, wirst Du die Tränen so frei und so oft fließen lassen, wie sie müssen.

Und wenn es Dir typisch ergeht, wirst Du erkennen, dass nicht viele im Kreis Deiner Familie oder Freunde in der Lage sind, Deinen Kummer zu verstehen oder Dich zu trösten.

Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe zu Deinem Haustier stehst, für das Du die vielen, von Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele - nur ein wenig kleiner als Deine eigene - anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden.

Und in den Momenten, in denen Du darauf wartest, dass Dir all unser gewöhnliches passiert, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlang streichen spüren - nur ganz leicht.

Und wenn Du auf den Platz runterschaust, an dem Dein lieber - vielleicht liebster - Freund gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die drei bedeutsamen Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und eine gähnende Leere in Deinem Herzen hinterlassen.

Während die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er sich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.

Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben - entlang mit Erinnerungen Deines Haustieres - und durch die Schwere in Deinem Herzen schneiden. Da wird eine Erkenntnis kommen die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jenem Tier, das wir geliebt - und verloren haben.

Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an - wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrig bleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind. Diese Liebe wird bleiben und wachsen - und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unserem geliebten Tiere anzuschließen - ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.

Frei übersetzt aus dem Englischen von Lutz Schneider
( Autor des Originals: Martin Scot Kosins)

An Herrchen und Frauchen

Heute bin ich gestorben. Ihr habt genug von mir gehabt. Ihr habt mich in ein Tierheim gebracht. Es war überfüllt....wahrscheinlich bin ich unter einem unglücklichen Stern geboren. Jetzt liege ich in einem schwarzen Plastiksack. Mein Halsband, das zu klein war und auch schmutzig, hat die Frau, die mich auf das ewige Jagdfeld geschickt hat, abgenommen. Die kaum benutzte Leine, die ihr hier gelassen habt, wird ein anderer Welpe bekommen.

Hätte es sein können, dass ich immer noch bei euch zu Hause wäre, wenn ich den Schuh nicht zerkaut hätte? Ich wusste nur, dass es Leder war, es lag vor mir auf dem Boden. Ich wollte nur spielen. Ihr habt vergessen Hundespielzeug zu kaufen.

Hätte es sein können, dass ich immer noch bei euch zu Hause wäre, wenn ich stubenrein gewesen wäre? Ihr habt meine Nase da reingedrückt. Ich verstand es nicht. Es gibt doch Bücher und Schulen, wo man lernt, wie man Welpen etwas beibringt.

Hätte es sein können, dass ich immer noch bei euch zu Hause wäre, wenn ich keine Flöhe in die Wohnung geschleppt hätte? Aber ohne Mittel kann ich sie nicht loswerden.

Hätte es sein können, dass ich immer noch bei euch zu Hause wäre, wenn ich nicht gebellt hätte? Aber ich habe doch nur gesungen: Ich bin hier...ich bin hier...ich bin erschrocken und einsam...ich möchte euer bester Freund werden.

Hätte es sein können, dass ich immer noch bei euch zu Hause wäre, wenn ich euch munter gemacht hätte? Aber wenn ihr mich schlagt, kann ich es nicht.

Hätte es sein können, dass ich immer noch bei euch zu Hause wäre, wenn ihr mich gelehrt hättet, mich richtig zu benehmen? Nach der ersten Woche habt ihr keine Zeit mehr für mich gefunden...ich habe den ganzen Tag auf euch gewartet.

Heute bin ich gestorben.
Euer Welpe

 Gedanken eines Hundes

"WIE KONNTEST DU NUR?"

Copyright Jim Willis 2001

Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchgekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester Freund. Immer, wenn ich böse war, erhobst Du Deinen Zeigefinger und fragtest mich "Wie konntest Du nur?" - aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen.
Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger als erwartet, denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff. Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte schöner nicht sein. Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.
Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen.
Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest.
Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" - trotzdem hieß ich sie in unserem Heim willkommen, versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte ihr. Ich war glücklich weil Du glücklich warst.
Dann kamen die Menschenbabies, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern.
Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen wehtun, und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte.
Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe".
Als sie aber größer waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase. Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre. Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt.
Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir ein Dorn im Auge.
Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie.
Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest "Ich weiß, Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet auch mit "Stammbaum".
Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie "Nein, Papa! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben.
Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.
Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?"
Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren.
Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest - dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei ...oder ich hoffte, dass es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte.
Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte Um-Aufmerksamkeit-Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.
Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen und trottete hinter ihr her den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum.
Ein angenehm ruhiger Raum. Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen.
Meiner Natur gemäss war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte.
Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte.
Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie konntest Du nur?"
Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir ja so Leid". Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich allein gestellt wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser irdische Ort.
Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, dass mein "Wie konntest Du nur?" nicht ihr gegolten hatte.
Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten. Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen.

Copyright Jim Willis 2001en worden ist.

Die Rückkehr zur Regenbogenbrücke                                        

Ein kleiner Hund kam an der Regenbogen-Brücke an
und ein Rudel von Hunden kam sofort zu ihm
hingelaufen, um ihn zu begrüßen. Er war darauf
gefasst, dass er nun angegriffen würde, aber das war
die erste Meute, die nur mit dem Schwanz wedelten.
Anstatt ihn zu beißen, küssten sie ihn einfach.
Es war wunderschön da und jeder war ganz lieb zu
ihm. Keiner von ihnen wurde in einer "Welpen-Fabrik"
geboren, so wie er damals, und dann als Kampfhund
benutzt, um dann in der Gosse zu sterben, weil er eine
hässliche Promenadenmischung war. Sie erklärten,
dass sie auf ihre Herrchen warten würden, die sie so
geliebt hatten.
"Was IST Liebe?", fragte der kleine Hund und Gott ließ
ihn auf die Erde zurückkehren um das herauszufinden.
Warm und dunkel, er wartete zusammengekauert mit
den anderen darauf, geboren zu werden. Ängstlich
wartete er bis zu letzt, als er dann an den Hinterfüssen
herausgezogen wurde. Unbehaarte Hände hielten ihn
vorsichtig und trockneten ihn ab. Sie zeigten ihm, wo
es einen warmen Schluck mit warmer Milch gab. Er
hatte nicht die Kraft dazu, sich lange an der Zitze
festzuhalten. Seine Brüder und Schwestern waren
weitaus kräftiger als er selbst und stießen ihn zur
Seite. Die Menschenhand drückte die anderen Welpen
ein wenig zur Seite und hielt seinen Körper, so konnte
er trinken.
Aaaahhh .. so ist es besser!" dachte er und trank, bis
er erschöpft war und zusammengekuschelt bei seiner
Mutter eingeschlafen ist. "Ich erinnere mich genau
daran " sagte er erfreut. "Zu dumm, dass ich
erwachsen wurde und hinaus in die Kälte und Nässe
musste, um dort zu kämpfen und als Verliererhund
sterben musste. Ich erinnere mich, was es heißt ein
Hund zu sein", dachte er traurig.
Diese Nacht kroch er auf seine Mutter und versuchte
zu trinken, aber er fiel immer wieder zur Seite weg.
Wenn die anderen vollgetrunken waren, dann wurde
ihnen der Bauch geleckt und er konnte nur noch die
Restmilch trinken, die die anderen übrig gelassen
hatten.
Aber die Menschenhand war nicht da, die ihm geholfen
hatte, dass er auch noch was abbekommen hatte, die
Zitzen waren immer schon leer, als er an der Reihe
war. Es war sogar schon schwer genug, dass er
aufstehen konnte. Er war noch so klein und
schmächtig. Er fiel auf den Rücken und konnte sich
nicht mehr aufrichten. So begann er zu schreien.
Sofort kam ein Mensch herbeigeeilt und sofort war die
Menschenhand wieder da und dann gaben sie ihm
einen Gumminippel in den Mund. Es hat nicht so gut
geschmeckt wie bei der Mutter, aber es war warm und
vertrieb die Schmerzen in seinem kleinen Magen.
Er hatte Probleme mit dem Atmen, weil seine Lungen
nicht voll entwickelt waren. Er hatte einfach zu lange
gebraucht, um den anderen in die Gebärmutter zu
folgen, als er die letzte Chance von der
Regenbogenbrücke genommen hatte.
Er konnte den Herzschlag des Menschen spüren, der
ihn zugedeckt mit einem warmen, weichen Tuch auf
den Bauch genommen hatte. Das hielt seinen
knochigen Körper schön warm und die
wiederkehrenden sanften Streicheleinheiten haben ihn
sehr beruhigt.
Er dachte wieder an seinen neuen Freund, der so lieb
an der Regenbogenbrücke zu ihm war und Gott fragte,
ob er wohl nochmals zurück dürfte. Gott sagte: "Ja,
aber nicht jetzt. Du wolltest erleben, was Liebe ist." So
wurde er für einige Stunden (es kam ihm vor wie Tage,
aber er wusste ja nicht, was Zeit ist und es war ja
auch dunkel), gaben ihm die Menschen seine
Milcheinheiten und gaben ihm die Wärme und Liebe
seiner Mutter wieder.
Er wurde größer und agiler und der Mensch nahm ihn
immer öfter aus dem Nest, um bei ihm zu schlafen so
lange er liebkost und geküsst wurde und er den
Herzschlag hören konnte der fest und lieb klang.
Dann kam Gott und fragte ihn: "Bist du bereit, zu uns
auf die Regenbogenbrücke zurück zu kommen?" "Ja",
antwortete er, mit einer kleinen Wehmut, weil der
Mensch ihn nicht gehen lassen wollte und zu weinen
begann.
Er ließ die Luft aus seinen Lungen und ging zurück
über die Regenbogenbrücke. Dort schaute er auf den
Menschen, der immer noch weinte und seinen Körper
in Händen hielt, den er sich für diesen Ausflug geborgt
hatte.
"Danke Gott," sagte er. "Liebe ist WUNDERBAR und
nun werde ich auch an der Regenbogenbrücke auf den
Menschen warten, um ihm beim Eintreffen zu sagen,
dass ich ihn auch geliebt habe."



                        Warten auf Frauchen

 

 

 

Ein Weihnachtswunder

Er wartete. Und das schon seit Monaten. Alle seine Sinne waren darauf ausgerichtet, dass jemand kommen würde, um ihn zu holen. Morgens erhob er sich von seinem Lager und setzte sich ans Gitter, und abends ging er wieder zurück. Nur wenn er trinken oder fressen musste oder wenn er zur täglichen Runde ausgeführt wurde, verließ er seinen Platz…..
„Wenn mein Bero einmal nicht mehr ist, denn nehme ich dich mit nach Hause", versprach die Frau und strich dem weißen Bullterrier sanft über den Kopf. „ So lange musst du noch hier bleiben. Denn Bero mag keine anderen Hunde."

„Schmidti, heute ist Heiligabend. Sieh zu, dass du unter den Tannenbaum kommst", unterbrach eine freundliche Stimme die Gedanken der Frau. Es war Julia. Sie arbeitete ebenfalls in dem kleinen Tierheim - „ Es ist ein Jammer. Niemand will ihn haben. Dabei ist er ein so feiner Kerl. Glaube mir, Schmidti, wenn ich nicht schon die ganze Bude voller Viecher hätte, ich würde ihn bestimmt aufnehmen. - Komm , reiß dich von ihm los. Morgen ist auch noch ein Tag."

Schmidti richtete sich ächzend auf. Das lange Sitzen in der Hocke war nichts für ihre Knie und ihren Rücken. „Nun muß ich dich alleine lassen, mein Freund. Aber ich komme bald wieder."

Sie öffnete die Metalltür, an der ein weißes Schild befestig war:

  Bullterrier, Abgabe wegen Todesfall, verträglich

Schmidti ging an den leeren Boxen vorbei. In wenigen Wochen würden sie wieder mit vierbeinigen Weihnachtsgeschenken gefüllt sein. Das war bisher in jedem Januar so, und die Aussichten, dass sich etwas bessern würde, waren gering.

„Manchmal möchte ich verzweifeln", dachte Schmidti. „Doch wenn alle unter diesem Elend zusammenbrechen, wer kümmert sich dann um die verstoßenen Tiere?" - Sie erinnerte sich noch gut an den Tag, an dem der Bullterrier gebracht worden war. Eine halbe Woche lang muß er neben seiner Besitzerin ausgeharrt haben, bis sie entdeckt worden war. Verzweifelt hatte er sie geschubst und geleckt, aber sie war nicht wieder aufgewacht. Und dann hatte er sie zu wärmen versucht, doch auch das half nichts. Sie war tot.

Anschließend lebte der Hund bei dem Sohn der alten Dame. Jedoch nur für eine kurze Zeit. Irgendwann im März klingelte im Tierheim das Telefon. „ Sie sind meine letzte Hoffnung. Haben sie noch Platz für einen Bullterrierrüden? Ich würde ihn gern selber behalten, aber meine Frau hat gedroht, ihre Koffer zu packen…Und ich fürchte sie misshandelt ihn, wenn ich nicht daheim bin. Dabei ist er absolut friedfertig." - Schmidti sagte, das er kommen könne. Und so lernte sie wenig später beide kennen.

Der gut gekleidete Mann stellte das Körbchen samt Kuscheldecke und allerlei Zubehör auf den Boden. Es fiel ihm sichtlich schwer, sich von dem Hund zu trennen. „ Bitte, suchen sie für ihn ein gutes Zuhause. Er hat es wirklich verdient." Dann hatte er Schmidti hastig die Hundeleine in die Hand gedrückt und war davon gegangen., ohne sich umzudrehen. - „ Nicht einmal verabschiedet hat er sich", murrte Julia. „ Aber sieh dir mal an, was er da in den Korb gelegt hat." Sie wollte Schmidti den Briefumschlag reichen, auf dem geschrieben stand:

 Tierheim, Frau F.Schmidt, persönlich ! 

Aber die winkte ab. „ Mach du ihn doch auf!" Derweil streichelte sie dem Neuankömmling versonnen den kräftigen Nacken. Der reagierte nicht. Es schien, als wäre seine Seele in der Trauer verlorengegangen.

Julia öffnete das Kuvert, schaute hinein und zog mit zittrigen Fingern ein Bündel Geldscheine und einen Bogen Papier heraus. „ Sehr geehrte Frau Schmidt", laß sie vor. „ Ich verlasse mich darauf, dass sie den Bullterrier meiner verstorbenen Mutter optimal versorgen." - Ort, Datum, Unterschrift. Julia schluckte heftig. „ Schmidti das klingt fast wie ein Vermächtnis. Oder will er sich damit unsere Fürsorge erkaufen?" - „ Vielleicht liebt er diesen Hund und ist verzweifelt." Schmidti erhob sich von ihrem Stuhl, um den Weißen in seine Box zu bringen. „ Unfug!" fügte sie im Hinausgehen ungewohnt barsch hinzu. „ Er hat sich mit der Problematik befasst. Er weiß, das Tierheime wie unseres unter chronischem Geldmangel leiden und das es ewig dauern kann, bis wir diesen armen Teufel vermittelt kriegen."

Der Bullterrier folgte ihr brav bei Fuß, als hätte er es nie anders gemacht. Ohne zu zögern betrat er wenig später den gekachelten Raum, der in der nächsten Zeit seine Bleibe sein würde.
Julia trug das Körbchen herbei und stellte es ab. „ Hast du eigentlich eine Ahnung , wie er heißt ?" - „ Verflixt !" stöhnte Schmidti erschrocken. „Alles hatte ich mir telefonisch durchgeben lassen, aber das habe ich glatt vergessen. Da macht man diesen Job nun schon jahrelang und dann so was! Aber schau mal er hat eine Kapsel am Halsband." Sie schraubte die Hülse auf, doch sie war leer. „ Nun gut, gleich morgen werde ich nachfragen. Die Telefonnummer habe ich ja." Doch so einfach war die Sache nicht. Tagelang bekam sie keinen Anschluß. Dann endlich war die Ehefrau am Apparat: „ Sie wagen es, mich wegen dieser verdammten Töle anzurufen?! „ schrie sie in den Hörer. „ Mein Mann ist auf dem Heimweg von ihnen mit dem Auto verunglückt. Und alles was er vor seinem Tod noch hervorgebracht hat, drehte sich um dieses Mistvieh. Sie können froh sein, dass ich nicht weiß, wo der Köter steckt. Ich würde persönlich hinkommen und ihn erwürgen." Und dann hatte sie hysterisch gekichert und aufgelegt.

So geschah es, dass der Bullterrier nie mehr seinen Namen hörte. Aber das schien ihm egal zu sein, so wie ihm alles egal war. „ Schmidti !" rief Julia diesem Weihnachtsabend vom Büro aus. „ In zwei Minuten gehe ich nach Hause Und wenn du bis dahin nicht fertig bist, dann musst du heute auf meine Begleitung verzichten." - „ Ich bin sofort da", antwortete Schmidti, und so standen die beiden Frauen wenig später vor dem bescheidenen Flachbau. Es hatte zu schneien begonnen. Leise rieselten dicke Flocken auf die Erde nieder und bedeckten das triste Grau mit ihrem versöhnlichen Weiß. Schmidti legte sich fröstelnd ein Tuch über die Haare.
„ Julia, spürst du das auch?" flüsterte sie. „Das ist eine Nacht für Wunder." Julia lächelte.
„ Es ist Heiligabend. Da geschehen manchmal welche."

Irgendwann in dieser Nacht wurde der Bullterrier wach und ging an seinen Platz vor den Gittern. Der Mond schaute durch das Fenster und erhellte den kargen Raum mit seinem fahlen Licht. Plötzlich durchströmte den Hund ein solches Glücksgefühl, dass er glaubte sein Herz würde zerspringen. Er hörte vertraute Schritte, und dann stand sie vor ihm. „ Ich habe auf dich gewartet", sagte er. „ Ich dachte, du würdest nie mehr kommen." - „ Es ging nicht früher. Die Zeit war noch nicht reif. Doch nun bin ich bei dir", antwortete sie und beugte sich zu ihm herunter. Zärtlich leckte er ihren Hals, so wie er es immer getan hatte, wenn sie vom Einkaufen oder von einer anderen Verrichtung, zu der sie ihn nicht hatte mitnehmen können, heimgekehrt war. Anspringen durfte er sie nicht, denn dazu war sie nicht kräftig genug. Nun nahm sie ihn jedoch auf den Arm, so wie sie ihn getragen hatte, als er noch ein Welpe war. „ Bubi, ich bin hier um dich zu holen…." Und dann wanderten sie gemeinsam durch den Schnee dem Sternenhimmel entgegen. - „Er hat es hinter sich", versuchte Julia ihre Schmidti am nächsten Morgen zu trösten. „ Er ist an seinem gebrochenen Herzen gestorben." Sachte fuhr sie mit der Hand über den toten Hundekörper. „ Wir werden ihn unter der alten Linde beerdigen." Gedankenverloren nahm sie ihm das Halsband ab und drehte die Metallhülse auf. Es war ein Zettel darin, auf dem stand:

  CH. Xenophon Hubertus, genannt Bubi

„Das ist ja sonderbar, Schmidti. In diesem Ding war doch nichts drin, als wir damals nachgesehen haben." - Und so geschah es, dass auf dem kleinen Holzkreuz der Name des Hundes geschrieben steht, der an dieser Stelle begraben worden ist.

 

 



Der Betrug an den Hunden
 
Man hat mich gesehen und kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht überall empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter holen ?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin lieb, hübsch und kann auch folgsam sein.

Mich hat man am Strand draussen aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen,
dann stiess man mich weg und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank ,mein Herz tut mir weh,
hab nur gelernt, dass ich gar nichts versteh.

Ich wurde in einer Tonne geboren,
meine Finder gaben mich schon verloren.
Mein rechtes Ohr hängt , das linke blieb stehn,
und auf einem Auge kann ich auch nichts sehn.
Ich liebe die Menschen, fragt mich nicht warum,
denn die finden mich nur hässlich und dumm.

Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt,
zuerst pflegte man mich gut in der grossen Stadt.
Dann aber wurde ich an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen dann jemand gefunden.

Und Du dort, wer bist Du? Hast noch nichts gesprochen,
Du hast nur mit der Nase am Gitter gerochen.
Und wenn Sie kommen, um einen auszusuchen,
verschmähst Du sogar Ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an, und willst Dich nicht binden,
möchtest Du denn keine neue Familie finden?

Eine Pause tritt ein und niemand sagt auch nur ein Wort,
der Blick des Gefragten driftet weit fort,
Sein Kopf ist erhoben die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.

Der Blick seiner blauen Huskyaugen
scheint sich am Fragenden festzusaugen,
versteht Ihr nicht, flüstert er in den Wind ,
das wir nur eine Laune der Menschen sind?

Sie wollen uns schaffen nach Ihrem Gefallen,
und wissen noch nicht mal wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden tausende neue Welpen geboren.

Wir sind viel zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug.
Zwar wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt Ihnen so gut.
Und die endlosen Züge der Ueberschussfracht
sind in Tierheimen ja wunderbar untergebracht.

Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang,
ein klagender Ton zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu, dann schweigt er still,
weil das, was er weiss, niemand wissen will.

Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt,
oh ja, es sind ja so viele, viel mehr als man glaubt!!


10 Bitten an den Hundehalter:

 

1. Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre. Jede Trennung von Dir bedeutet für mich Leiden. Bedenke es, eh Du mich anschaffst.

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.


3. Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.


4. Zürne mir nie lange und sperre mich nicht zur Strafe ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen und Deine Freunde - ich habe nur Dich!


5. Sprich oft mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.


6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.


7. Bedenke eh Du mich schlägst, daß meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand zerquetschen können, daß ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.


8. Ehe Du mich bei der Arbeit "unfreiwillig", "bockig" oder "faul" nennst, bedenke: Vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt,oder habe ein verbrauchtes Herz.

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt bin - auch Du wirst einmal alt sein.

10. Geh jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: "Ich kann so etwas nicht sehen" oder "es soll in meiner Abwesenheit geschehen".

Alles ist leichter mit Dir.



Ich bin verspielt, ich bin noch klein und meine Seele ist noch rein. Ich hab gewartet auf einen Freund, auf jemanden, der mich mag. Dann kamst du – ach, wie hab ich mich gefreut! Ich wußte nicht wie es sich fühlt – wenn Menschenhand nach einem greift! Doch dann!!! Es tat so weh. Ich wußte nicht warum. Von jetzt an deine Hände – für mich nur Schläge bedeuten. Ich bin fertig, voller Schmerzen. Nein, mein Schreien und Wimmern hat niemanden gestört. Jetzt ist die Zeit sich mal zu wehren, nach deinen Händen mal zu beißen. Doch es wird schlimmer und geht weiter, Schlag für Schlag und Tag für Tag. Ich habe Durst und Hunger. Ja, du mein Herrchen gibst mir was. Es schmeckt nicht gut, doch was soll ich machen? Es ist halt Blut!!!!!!!! Ich wachs heran und wachs heran, Schläge sind Routine! Doch dann!!! Ein Kalb man mir zu Füßen legt, mich dazu zwingt und mit der Stange schlägt! Ach! Das will das Herrchen nun von mir! Zerfetzen soll ich nun das Tier! Ich hoff‘ oh Herrchen, das ist gut!? Doch du, du hast nur noch mehr Wut! Zerrst mich herbei und noch so einen wie mich, Ein Freund? Nein! Den kenn‘ ich nicht. Oh ja mein Herrchen, den zerfetze ich auch für dich! Ich dachte Gutes wäre nun vollbracht. Das Töten hast du mir beigebracht!!! Meine Seele ist auf ewig nun zerstört und es gibt keinen, der mein Wimmern hat gehört. Was heute ich – bist morgen du! Schreit es hinaus in die ganze Welt! Nur ein gutes Herrchen, auch ein gutes Tier erhält!!! Einen Kampfhund gibt es nicht, der ist von Menschenhand gemacht! Drum gebt auf eure Hunde acht! 

Denkt mal darüber nach!




Ich war nie einsam und allein,
ich habe einen Freund.
Und hätte er wie Menschen Tränen,
hätt er auch oft mit mir geweint.
Den Menschen hat er viel voraus.
Er kennt den Hass nicht und die Lügen.
Er hält auch in der Not zu dir
und wird dich nie betrügen.
Ob du arm bist oder reich,
das ist für ihn kein Grund.
Für ihn bist du der Allerbeste!
Dein bester Freund, das ist der Hund.




Wenn alle dich meiden und hassen,

ob mit oder ohne Grund

wird einer dich niemals verlassen,

und das ist dein treuer Hund.

Und würdest du ihn sogar schlagen,

ganz herzlos und ohne Verstand,

er wird es geduldig ertragen

und leckt dir dafür noch die Hand.

Nur Liebe und selbstlose Treue

hat er für dich immer parat!

Er beweist es dir täglich aufs neue,

wie unsagbar gern er dich hat.

Nennst du einen Hund dein eigen,

wirst du nie verlassen sein,

und solltest du vor Einsamkeit schweigen,

denn du bist doch niemals allein.

Wird einst der Tod dir erscheinen,

und schlägt dir die letzte Stund`,

wird einer bestimmt um dich weinen,

und das ist dein treuer Hund.

Drum schäm dich nicht deiner Tränen,

wenn einmal dein Hund von dir geht!

Nur er ist,  das will ich erwähnen,

ein Wesen, das stets zu dir steht.

 
   
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